Wozu Theorie?

So heißt ein Artikel von Markus Dederich in der VHN 2/2006. Folgende Antworten lese ich aus den 10 Seiten heraus:

  • Mythenjagd: Theorie ist Reflexion auf Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Implikationen der Praxis und des Wissens, denen dieses Praxis folgt: wie und was nehme ich wahr; welche impliziten und expliziten Modelle und Denkweisen sind wirksam; welche Konsequenzen haben wissenschaftliche Erkenntnisse, institutionelle Traditionen, gesellschaftliche Aufträge …
    Wozu Theorie: Verneinung absoluter Wahrheitsansprüch
  • Theorie als Versuch, die Dinge aufgrund von Gewissheiten erschütternden Erfahrungen anders zu Sehen bzw. in Frage zu stellen
    „Prozess des Sich-Lösens – von vorgefassten Erwartungen (…), allzu entlastenden Routinen des Wahrnehmens, Denkens, Forschens und auch selbstgewissen moralischen Urteilens“
    Störfunktion: Theorie stört kritisch und produktiv die reibungslose Normalität des Wahrnehmens, Denkens und Handelns

Fazit: „Die Theorie ist Mittel zum Zweck, dem Zweck nämlich, Unterstützung in schwierigen Lebenslagen bereitzustellen und Lebensbedingungen zu verbessern“

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